HIV Ambulanz
Herzlich willkommen
Wir betreuen gynäkologisch HIV-positive Frauen in allen Lebensphasen vom Kinderwunsch, Schwangerschaft als auch bei anderen frauenärztlich relevanten Beschwerden. Hierbei nehmen wir besondere Rücksicht auf Besonderheiten bei HIV-Erkrankung und potentiellen Wechselwirkungen.
Anmeldung
Was muss ich mitbringen?
- Krankenkassenkarte
- Überweisungsschein
- Relevante Befunde (Arztbriefe, OP-Berichte, …)
Campus Innenstadt
Montags, 08:00 - 16:00 Uhr
Was muss ich mitbringen?
- Krankenkassenkarte
- Überweisungsschein
- Relevante Befunde (Arztbriefe, OP-Berichte, …)
Leistungen
- Schwangerschaftsbetreuung
- Fetale Fehlbildungsdiagnostik
- Kinderwunschberatung
- Kontrazeptionsberatung
- Stillberatung (Stillen bei HIV Erkrankung ist in vielen Fällen möglich)
- Vorsorge und Behandlung von zervikalen, analen, vaginale, vulvären Dysplasien und gynäkologischen Krebserkrankungen
- Differentialkolposkopien
- HPV-Testung
- Therapie von Menopausenbeschwerden
- Osteoporose Prävention und Therapie
- Therapie von gutartigen Gebärmutterveränderungen
- HIV Therapie Start/Rotation
- Therapiemonitoring
- STD- und Begleitinfektions-Screening
- HIV Testung
- Sozialmedizinische Beratung
Team
Es besteht außerdem eine enge Kooperation mit den infektiologisch tätigen Pädiatern des Dr. von Haunerschen Kinderspitals als auch mit der Abteilung für Infektiologie der LMU.
Rund um die HIV-Erkrankung
Eine HIV-Erkrankung spricht nicht gegen Kinderwunsch und eine Schwangerschaft. Bei HIV Erkrankung und potentielle Begleiterkrankungen ist eine interdisziplinäre Schwangerschaftsbetreuung empfehlenswert und kann eine Übertragung von HIV auf das (ungeborene) Kind verhindern. Wir bieten eine engmaschige Schwangerschaftsvorsorge analog aktuell gültiger nationaler und internationalen Leitlinien sowohl für bereits wissentlich HIV erkrankte Frauen als auch für alle, welche im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge erstmalig einen positiven HIV Test haben. In den letzten Jahren konnten wir durch entsprechende Therapie und Betreuung in allen betreuten Schwangerschaft eine Übertragung von Mutter und Kind verhindern.
Wir bieten bereits seit vielen Jahren unter bestimmten Voraussetzungen an, dass auch HIV erkrankte Mütter ihr Kind stillen können. Immer mehr internationale Leitlinien empfehlen dieses Vorgehen als sicher, wenn die entsprechenden Kriterien eingehalten werden. Fragen oder Wünsche im Bezug auf das Stillen werden von uns ernst genommen und gehören in unserer Routine-Schwangerschaftsbetreuung dazu. In den letzten Jahren haben wir eine Vielzahl von HIV-positiven Frauen beim Stillen begleiten dürfen und bisher ist keine Transmission von Mutter auf Kind durch das Stillen in unserem Zentrum aufgetreten.
HIV-positive Frauen haben ein erhöhtes Osteoporose-Risiko, zum einen durch die Infektion selbst, zum anderen auch durch die langjährige empfohlene Einnahme von bestimmten antiviralen Substanzen. Daher benötigen HIV-positiven Frauen in Peri- oder Postmenopause spezielle Betreuung. HIV-Osteoporose.
Neben Schwangerschaft und Geburt, sind weitere wichtige Aufgaben unserer Sprechstunde die regelmäßige Untersuchungen auf Zellveränderungen am Gebärmutterhals (Dysplasie), welche unter Umständen als Vorstufe für das Cervixkarzinom – einer „AIDS-definierenden Erkrankung“ - zählen. Wir bieten hier Krebsvorsorge, HPV-Testung und als diagnostisches Mittel die Differentialkolposkopie an. Auch andere gut- und bösartige Veränderungen am weiblichen Genital werden in unserer Sprechstunde behandelt. Gleichzeitig arbeiten wir im Rahmen der Vorsorge zu Zellveränderungen am Anus (anale Dysplasien) eng mit den chirurgischen Kollegen zusammen.