Prof. Dr. med. Markus Guba
Prof. Dr. med. Markus Guba leitet die Sektion für Transplantations- und Hepatobiliäre Chirurgie an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie des LMU Klinikums München. Sein klinischer Schwerpunkt umfasst das gesamte Spektrum der abdominellen Organtransplantation — Leber, Niere, Pankreas und Dünndarm — sowie die komplexe hepatopankreatikobiliäre Chirurgie. Er ist Leiter des von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Leberkrebszentrums am LMU Klinikum. Gemeinsam mit Dr. med. Dionysios Koliogiannis leitet er das Organ Recovery Center, in dem erweiterte Maschinenperfusionsverfahren zur Evaluation und Rekonditionierung marginaler Spenderorgane klinisch eingesetzt werden. Seine klinische Ausbildung vertiefte er durch ein Fellowship für Transplantations- und Hepatobiliopankreatische Chirurgie an der University of Toronto, Kanada (2007–2009).
Prof. Guba ist Vorsitzender des Eurotransplant Council of Medicine and Science sowie berufenes Mitglied der Ständigen Transplantationskommission der Bundesärztekammer. Er ist damit maßgeblich an der Weiterentwicklung der nationalen und europäischen Allokations- und Transplantationsrichtlinien beteiligt.
Wissenschaftlich verbindet er experimentelle Grundlagenforschung mit der Konzeption und Durchführung klinischer Studien. Sein Forschungsprogramm konzentriert sich auf drei Bereiche: die Transplantationsonkologie — insbesondere die Lebertransplantation bei hepatozellulären und cholangiozellulären Karzinomen sowie kolorektalen Lebermetastasen —, die immunologische Konditionierung von Spenderorganen mittels Maschinenperfusion und die Weiterentwicklung der Immunsuppression nach Organtransplantation. Seine experimentellen Arbeiten zur antitumoralen Wirkung von mTOR-Inhibitoren, publiziert in Nature Medicine (2002), gehören zu den meistzitierten Publikationen der Transplantationsonkologie und haben die klinische Rationale für den Einsatz von mTOR-Inhibitoren bei transplantierten Tumorpatienten grundlegend geprägt.